Brésil dévoile une feuille de route mondiale pour sortir des énergies fossiles : ce qu’elle contient

6 novembre 2026

Ein Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas lässt sich planen: Brasilien legt dafür eine globale Roadmap vor und beendet damit seine einjährige Präsidentschaft des UN-Klimaprozesses. Der Fahrplan bietet Staaten konkrete Ansätze, bleibt aber freiwillig. Auch einen zweiten Fahrplan zur Umkehr der Entwaldung hat das Land vorgestellt.

Brasilien hat am 3. November zwei globale Fahrpläne vorgelegt: Einen für die Abkehr von fossilen Energien in Energiesystemen und einen zur Umkehrung der Entwaldung, wie unter anderem der Guardian berichtet.

Der erstgenannte Plan soll Staaten zeigen, wie sie ihre Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas verringern können. Nach Einschätzung der brasilianischen Regierung können alle Länder bereits jetzt damit anfangen, ohne auf neue Technologien oder ökonomische Änderungen warten zu müssen.

Die Roadmap ist freiwillig und schreibt Staaten keine einzelnen Maßnahmen vor. Sie ist damit kein internationaler Vertrag, der Regierungen zu einem bestimmten Ausstieg verpflichtet. Stattdessen sollen Länder zunächst prüfen, wie stark sie von fossilen Energien abhängen und welche Möglichkeiten sie für den Umbau haben.

Die zweite Roadmap zum Stopp der Entwaldung soll Staaten helfen, ihre bestehenden Zusagen zum Waldschutz umzusetzen. Sie beziffert auch den Finanzbedarf: Nach UN-Zahlen braucht der Waldschutz bis 2030 rund 300 Milliarden Dollar pro Jahr, bis 2050 sogar 500 Milliarden. Verfügbar sind derzeit etwa 85 Milliarden. Zudem fordert das Papier, den Handel zwischen Waldländern und Verbraucherländern besser zu regulieren, denn bisher verhindern nur wenige Kontrollen den Verkauf von Waren aus abgeholzten Gebieten.

Beide Fahrpläne sind das Ergebnis von Verhandlungen im Rahmen der Weltklimakonferenz COP30 im vorherigen Jahr – Brasilien war damals Gastgeber. Damals konnten sich die Staaten nicht darauf einigen, Verpflichtungen in Bezug auf fossile Energien ausdrücklich in Abschlussbeschlüssen zu nennen. Der Vorsitz kündigte als Kompromiss an, zwei Fahrpläne zu entwerfen: einen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und einen zur Eindämmung und Umkehrung der Entwaldung. Die nächste Weltklimakonferenz startet noch diesen Monat in Antalya in der Türkei.

Ausstieg aus Fossilen: Roadmap soll zeigen, was Länder schon heute tun können

Der Fahrplan für die Abkehr von Fossilen nennt verschiedene Ansatzpunkte: Staaten können etwa Förderungen für fossile Energien abbauen und erneuerbare Energien ausbauen. Öl- und Gasunternehmen könnten außerdem das Abfackeln und Ablassen von Gas an Förderstätten verringern.

Welche Schritte im Vordergrund stehen, hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab. Die Roadmap betrachtet dafür drei Bereiche, wie aus dem Report hervorgeht: die Energienachfrage, das Energieangebot und die übrige Wirtschaft. Auf diese Weise sollen Länder ihre Abhängigkeit selbst einordnen, die eigenen Herausforderungen erkennen und Prioritäten setzen. Die beschriebenen Schritte sind jedoch nicht bindend.

Für die internationale Zusammenarbeit schlägt die Roadmap eine gemeinsame Agenda bis 2033 vor. Sie umfasst drei Phasen, in denen Länder Pläne entwickeln und ihre Energiesysteme umbauen sollen. Diese zeitliche Orientierung verpflichtet Staaten jedoch nicht zu einem festen Ausstiegsdatum.

„Koalition der Willigen“ erarbeitete konkretere Vorschläge

Le climatologue Joeri Rogelj de l’Imperial College London évalue les roadmaps comme précieuses par rapport au Guardian, mais il critique qu’elles ne montrent pas clairement le tempo nécessaire, « car elles ne contiennent ni un calendrier ni des jalons importants ». Le programme proposé offre certes une orientation temporelle. Cependant, il n’établit pas de façon contraignante jusqu’à quand les États doivent se passer du charbon, du pétrole et du gaz. Le professeur de sciences climatiques et de politique climatique voit « beaucoup d’espace pour spéculer sur ce qui est nécessaire pour atteindre l’objectif final de l’Accord de Paris ».

Le Guardian cite aussi le président brésilien de la COP30, André Corrêa do Lago. Il a insisté sur le fait que les feuilles de route devraient contribuer à déplacer le point central des conférences annuelles de l’ONU sur le climat, de la négociation d’accords mondiaux vers la mise en œuvre des objectifs déjà convenus. Selon lui, les feuilles de route devraient servir les ministères des finances, des transports, de l’énergie et de l’infrastructure afin de trouver des voies pour les mettre en œuvre dans chaque pays. « Chaque pays aura un rythme différent pour sortir des combustibles fossiles – il est très important de se concentrer sur l’analyse des conditions nationales », a déclaré le diplomate.

Le plan brésilien n’est pas le seul à avoir été élaboré. En avril, des gouvernements se réunissaient à Santa Marta, en Colombie; près de 60 pays y ont fondé une « Coalition des volontaires » qui milite, indépendamment des conférences climatiques mondiales, pour la sortie des combustibles fossiles. L’Allemagne, la France et d’autres pays ont depuis présenté leurs propres plans nationaux sur la manière d’y parvenir. Selon le Guardian, ces plans sont nettement plus concrets que le plan brésilien, car ils ont été rédigés par les gouvernements eux-mêmes pour leurs pays respectifs.

Möglich wurde die Veröffentlichung laut Guardian nach der Wiederwahl von Präsident Lula da Silva. In seiner vergangenen Legislaturperiode sank die Entwaldung um etwa 70 Prozent.

Utopia meint: Keine Ausreden mehr

Zu viele Staaten prokrastinieren beim Klimaschutz, indem sie auf ungünstige ökonomische Umstände oder noch nicht vorhandene Technologien verweisen. Brasiliens Fahrplan zeigt klar auf, dass es sich dabei um Ausreden handelt, denn Handeln können Länder natürlich sofort. Das ist auch dringend nötig: Die Erde steuert aktuell auf 2,8 Grad globale Erwärmung zu, wie ein UN-Bericht zeigt. Das liegt weit über dem angestrebten und bereits überschrittenen 1,5-Grad-Ziel – nun geht es darum, dieses Überschreiten so kurz wie möglich zu halten.

Dafür müssen Staaten zum einen einfach anfangen, Maßnahmen zu treffen, die sie direkt umsetzen können. Hier hilft Brasiliens Fahrplan weiter. Zum anderen braucht es aber auch Verbindlichkeit und einen klaren Zeitplan. Hier muss der Report nachgebessert werden. Auf einem globalen Level ist das natürlich schwieriger als bei nationalen Plänen, wie sie die „Koalition der Willigen“ erarbeitet hat. Ihre Ansätze zeigen aber, dass Staaten hier im Zweifel einfach selbst aktiv werden können, anstatt auf perfekte Ergebnisse von Klimakonferenzen zu warten und weiter Ausreden zu nutzen. 

Utopia affirme : Plus d’excuses

Zu viele Staaten prokrastinieren beim Klimaschutz, indem sie auf ungünstige ökonomische Umstände oder noch nicht vorhandene Technologien verweisen. Brasiliens Fahrplan zeigt klar auf, dass es sich dabei um Ausreden handelt, denn Handeln können Länder natürlich sofort. Das ist auch dringend nötig: Die Erde steuert aktuell auf 2,8 Grad globale Erwärmung zu, wie ein UN-Bericht zeigt. Das liegt weit über dem angestrebten und bereits überschrittenen 1,5-Grad-Ziel – nun geht es darum, dieses Überschreiten so kurz wie möglich zu halten.

Dafür müssen Staaten zum einen einfach anfangen, Maßnahmen zu treffen, die sie direkt umsetzen können. Hier hilft Brasiliens Fahrplan weiter. Zum anderen braucht es aber auch Verbindlichkeit und einen klaren Zeitplan. Hier muss der Report nachgebessert werden. Auf einem globalen Level ist das natürlich schwieriger als bei nationalen Plänen, wie sie die „Koalition der Willigen“ erarbeitet hat. Ihre Ansätze zeigen aber, dass Staaten hier im Zweifel einfach selbst aktiv werden können, anstatt auf perfekte Ergebnisse von Klimakonferenzen zu warten und weiter Ausreden zu nutzen. 

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Verwendete Quellen: Guardian, COP30 Presidency Roadmap (Wald), COP30 Presidency Roadmap (Fossile)

Noé Valmont

Je m’intéresse aux produits que nous utilisons chaque jour, à leur composition et à leur impact réel sur la santé et l’environnement. Mon travail consiste à analyser ces éléments et à les rendre compréhensibles, sans détour. Je privilégie une approche simple et concrète : expliquer clairement, comparer efficacement et proposer des alternatives accessibles.